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Auftragszeit berechnen – Produktionsplanung mit Spanntechnik

Ob in der Serienfertigung oder bei Einzelteilen – die Auftragszeit spielt eine entscheidende Rolle für die Wirtschaftlichkeit der Produktion. Je schneller und effizienter ein Auftrag abgewickelt werden kann, desto zufriedener sind die Kunden und desto höher ist der Gewinn. Doch wie lässt sich die Auftragszeit zuverlässig kalkulieren? Und mit welchen Maßnahmen kann man sie optimieren? Spanntechnik von JUS bietet dafür vielversprechende Ansätze.

REFA · Fertigungskennzahl

Auftragszeit berechnen

Ermitteln Sie die Auftragszeit aus Rüstzeit und Ausführungszeit – und sehen Sie sofort, wie viel kürzeres Rüsten an Zeit und Kosten spart.

Eingaben
min
Einrichten, Spannmittel wechseln, Werkstück ausrichten.
Stk
min
Bearbeitungszeit für ein einzelnes Teil.
min
%
%
Stückzeit = Grundzeit × (1 + Verteil-% + Erhol-%)
€/h
/Jahr
Für die Hochrechnung des Einsparpotenzials.
Ergebnis
Auftragszeit (T) pro Auftrag
Rüstzeit Ausführungszeit
Ausführungszeit
Rüstanteil
Kosten / Auftrag

Optimierungspotenzial: Rüstzeit

Die Rüstzeit ist bei kleinen und mittleren Losgrößen oft der größte Hebel für eine kürzere Auftragszeit. Schnell wechselbare, präzise Spannmittel und Montagevorrichtungen verkürzen das Rüsten spürbar. Verschieben Sie den Regler und sehen Sie die Wirkung.

30 %
Neue Auftragszeit
Zeitersparnis je Auftrag
Ersparnis pro Jahr
Aktuell
Optimiert

Rüstzeit reduzieren – mit der richtigen Spanntechnik

Überholte Retrofit-Spannfutter und die SI-MON Montagevorrichtung sorgen für schnelleres, sichereres Rüsten. Wir beraten Sie zur passenden Lösung für Ihre Teile.

So wird die Auftragszeit berechnet
Nach der REFA-Methodik setzt sich die Auftragszeit T aus der einmaligen Rüstzeit und der Ausführungszeit (Stückzahl × Stückzeit) zusammen:
T = tr + m · te
tr = Rüstzeit je Auftrag · m = Stückzahl · te = Stückzeit (Zeit je Einheit). Bei aktivierter REFA-Aufschlüsselung gilt: te = tg × (1 + Verteilzeit-% + Erholzeit-%). Die Kosten je Auftrag ergeben sich aus Auftragszeit × Maschinenstundensatz.
Alle Ergebnisse sind Richtwerte zur Orientierung. © JuS Spanntechnik

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Auftragszeit?

Die Auftragszeit oder Durchlaufzeit bezeichnet die Zeitspanne von der Auftragserteilung durch den Kunden bis zur Auslieferung des fertigen Produkts. Sie setzt sich aus verschiedenen Teilzeiten zusammen:

  • Planungszeit für Arbeitsvorbereitung und NC-Programmierung
  • Beschaffungszeit für Material und Werkzeuge
  • Rüstzeit an den Maschinen
  • Bearbeitungszeit für spanende Prozesse wie Drehen oder Fräsen
  • Liegezeit zwischen den Arbeitsgängen
  • Prüfzeit für Qualitätskontrollen
  • Versandzeit bis zum Kunden

Je nach Branche und Fertigungstiefe können zusätzliche Zeiten für Wärmebehandlung, Oberflächenveredelung oder Montage hinzukommen. Ziel ist es, die gesamte Durchlaufzeit zu minimieren, um schneller liefern zu können und die Produktionskapazität optimal auszunutzen.

Einflussfaktoren auf die Auftragszeit

Viele Faktoren haben einen Einfluss darauf, wie lange ein Auftrag von der Annahme bis zur Auslieferung braucht:

  • Komplexität des Werkstücks (Geometrie, Genauigkeit, Material)
  • Anzahl der Arbeitsgänge und Umspannvorgänge
  • Verfügbarkeit von Maschinen und Personal
  • Reihenfolgeplanung und Auslastung
  • Losgrößen und Wiederholteile

Während sich konstruktive Änderungen oft nur mit hohem Aufwand umsetzen lassen, bietet die Optimierung des Produktionsprozesses ein großes Potenzial zur Reduzierung der Auftragszeit. Ansatzpunkte sind die Verkürzung von Rüst- und Nebenzeiten, die Vermeidung von Liegezeiten und die Standardisierung von Abläufen.

Rüstzeiten reduzieren durch Spanntechnik

Insbesondere bei häufigen Werkstück- und Auftragswechseln, wie sie für eine flexible Fertigung typisch sind, machen Rüstzeiten einen erheblichen Anteil an der Gesamtdurchlaufzeit aus. Hier zahlt sich eine vorausschauende Planung und der Einsatz intelligenter Spannmittel aus.

Schnellspannsysteme, Nullpunktspannsysteme und Spanndorne von JUS ermöglichen einen sekundenschnellen Werkstückwechsel und eine hochgenaue Positionierung. Einmal eingemessen, lassen sich die Werkstücke prozesssicher wiederholen, ohne zeitaufwändiges Nachjustieren.

Paletten- und Vorrichtungssysteme wie das JUS MZS-Mini erlauben zudem ein Vorrüsten außerhalb der Maschine. Während ein Teil bearbeitet wird, kann das nächste Teil bereits vorbereitet werden. Die eigentliche Rüstzeit an der Maschine reduziert sich so auf einen einfachen Palettenwechsel.

Mit standardisierten Schnittstellen und modularen Baukasten-Systemen lassen sich Rüstelemente flexibel an unterschiedliche Aufträge anpassen. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten für speziell angepasste Vorrichtungen.

Durchgängiger Workflow verkürzt Liegezeiten

Ein häufiger Grund für lange Auftragszeiten sind Liegezeiten, in denen Werkstücke auf den nächsten Bearbeitungsschritt warten. Ursache sind oft Engpässe an bestimmten Maschinen, fehlende Werkzeuge oder Materialien, Schnittstellenprobleme zwischen Abteilungen oder schlicht eine ungünstige Ablaufplanung.

Abhilfe schafft ein durchgängiger, getakteter Workflow, der Bearbeitungsstationen, Transportwege und Pufferzonen optimal aufeinander abstimmt. Werkstückträger mit integrierten RFID-Chips können dabei helfen, den Fertigungsfortschritt zu überwachen und Stillstände zu vermeiden.

Auch eine Verlagerung von Arbeitsgängen auf weniger stark ausgelastete Maschinen kann Liegezeiten reduzieren. Mit universellen Spanntürmen von JUS lassen sich Drehteile komplett in einer Aufspannung bearbeiten, inklusive stirnseitigem Fräsen und Bohren. Das entlastet nicht nur die Fräsmaschinen, sondern spart auch den Aufwand für wiederholtes Umspannen.

Auftragszeiten mit Automatisierung weiter senken

Um Rüst-, Neben- und Liegezeiten noch weiter zu reduzieren, führt an einer Automatisierung der Fertigung kein Weg vorbei. Spanntechnik ist hier ein wichtiger Enabler. Hydraulische und pneumatische Spannvorrichtungen erleichtern das automatisierte Handling von Werkstücken in Verbindung mit Robotern und Portalsystemen.

Auch das automatisierte Be- und Entladen von Werkzeugmaschinen in mannlosen Schichten wird durch Spannlösungen mit integrierten Sensoren und einer prozesssicheren Werkstückzuführung unterstützt. Langfristig zahlt sich eine höhere Automatisierung durch geringere Personalkosten und eine bessere Gesamtanlageneffektivität (OEE) aus.

Fazit

Die Auftragszeit zu verkürzen, ist eine komplexe Aufgabe, die viele Stellschrauben umfasst. Angefangen von der Konstruktion über die Arbeitsvorbereitung bis zur Maschinenbelegung und Automatisierung gilt es, Durchlaufzeiten konsequent zu analysieren und zu optimieren.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die eingesetzte Spanntechnik. Lösungen von JUS unterstützen in vielen Bereichen dabei, Rüstzeiten zu reduzieren, Prozesse zu standardisieren und zu automatisieren. So lässt sich die Auftragszeit Schritt für Schritt verkürzen – für eine höhere Termintreue, zufriedenere Kunden und eine insgesamt wirtschaftlichere Produktion.